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Team Pricebreaker

 

Bawue Cup 2011 GT+

Der Kampf um Platz 3

Vor dem letzten Rennen, dem Saisonfinale in Singen, waren die Voraussetzungen wie folgt:

 

  • Bernhard hatte den ersten Platz sicher.
  • Daniel hatte sowohl genug Läufe und genug Punkte und konnte sich des 2en Platzes verhältnissmässig sicher sein.
  • Lediglich auf Platz 3 ging es knapp zur Sache.

Herbert hatte deutlich mehr Rennen zu verbuchen und deshalb musste es bei mir in den Finalen dieses Wochenendes etwas werden, damit es klappen könnte mit dem 3en Gesamtrang in GT+. Zudem hatte Herbert nach einer recht „laxen“ Hallen Saison auf den Aussenstrecken richtig aufgedreht und war fast immer schnell gewesen.

Es war also wieder mal FTT (Fischer Tactic Time).

Von mir war im Vorfeld ausgerechnet worden, dass es reichen würde immer genau hinter Herbert ins Ziel zu kommen, einen Platz dazwischen konnte ich mir nur unter „bestimmten“ Umständen leisten, da der Punktevorsprung zu knapp war.

Der Samstag fing dann recht verregnet an und wurde entgegen der Wetterprognose auch nicht besser. Vorbereitend hatte ich meine Elektronik mit Tupper Ware und Flüssig Plastik abgedichtet.

Der Wagen wog so zwar 50 Gramm mehr , aber das sollte nicht das Ausschlaggebende sein.

Im ersten Vorlauf schüttete es aus Kübeln und nur Manny fuhr mit seinem Regen K4 durch die Gegend, alle anderen chillten, schraubten, grillierten oder vernichteten grilliertes. Am Sonntag sollte es ja 3 Vorläufe geben und besseres Wetter, das sollte reichen für eine schöne Final Platzierung?

Als alter „Regelkundler“ erkannte ich hier wieder eine Chance und fuhr im strömenden Regen ein paar Runden, auch wenn ich meine Kugellager dabei ein wenig bedauerte.

Der erste 2er in der PUNKTEWERTUNG ! :-) war gesetzt.

Am Samstag Nachmittag war nur noch die Elite am Schrauben Chillen…….und auf der abtrocknende Strecke wurde fleissig gefahren.

Hier fuhr ich den ersten 1er in der Punktewertung….und jetzt begann es spannend zu werden. Bei den Vorläufen am Sonntag musste ich „leider“ feststellen, dass viele schneller waren als ich und auch Herbert wieder in bestechender Form war.

Ich musste mir also wieder etwas einfallen lassen, am besten mit „psychologisch eindrücklicher Wirkung“ für die Mitbewerber :-).

Ich entschied mich den letzten Vorlauf am Sonntag nicht zu fahren, und zuzusehen, wie alle anderen Bestzeiten in den Asphalt und in Ihre Reifen brannten. Da die Vtec Pellen massiv abbauen, hatte ich mir mit meinem Startverzicht ReifenPerformance erkauft. Und wir wissen ja, dass ein 8 Minuten Lauf fast so viel Pellen verschlingt wie zwei 5 Minuten Rennen.

Mit der Finalaufstellung kam dann trotz gelungener SonntagsVorläufe für manchen die Überraschung.

Regen Gott Manny war auf dem 4en und ich hatte es dank taktischer Samstagseinsätze im Regen auf den 2en Startplatz geschafft :-))

Davon reden wir hier :-)))))

Herbert musste sich vom 5en vorkämpfen was Ihm aber immer gut gelang.

Im ersten Finale konnte ich dann mit frischen Reifen recht ungefährdet den anvisierten dritten Platz hinter Elli und Daniel einfahren.

In Finale 2 looste Manny, der sich zwischen mir und Herbert als „Puffer“ befand, gleich zu Beginn mit nicht angezogenen Radmuttern, und Herbert fuhr wie entfesselt auf den dritten Platz, bereits beim zweiten Einsatz liessen die VTec Reifen schon wieder massiv nach, so dass hier wenig von mir auszurichten war.

 

Im letzten Finale war also noch immer alles offen (In GT+ zählen alle drei Finalläufe). Besonders Hintere Ränge würden mir nicht nur den TagesDritten, sondern auch den Gesamtrang 3 in der Saison zunichte machen.

Ich musste also noch einmal etwas aus der Trickkiste zaubern.

Während alle anderen nicht mehr schmierten und nur heizten, benutze ich im letzten Finale das CS „Honig“ Haftmittel, welches sonnst für die Pro10 eingesetzt wird und versetzte aufgrund der leicht Rechtskurvenlastigen Singener Strecke, den Akku weiter nach rechts, also etwas im Oval Race Style.

So ging es in den letzten Finallauf und es kam, wie es gemäss „Murphys Law“ kommen musste. Gleich zu Beginn wurde ich im Innfield ganz ans Ende geräumt. Absoluter „worst case“. Jetzt war akuter Handlungsbedarf, da neben dem Tagesdritten auch der Gesammtdritte gefährdet war. Ich brauchte fast 4 Minuten, biss ich wieder auf Rang 5 vorgefahren war, dort hatte sich aber, direkt hinter Ihrem Vereinskameraden Herbert, das Dream-Team Rene/Jens mit Ihrem „Test Car“ breit gemacht. Sie fuhren „offiziell“ ausserhalb der Wertung die im nächsten Jahr zugelassene Besohlung von Ride und das LRP Kombo. Speziell die neuen Pellen hatten ungemeinen Gripp und Jensens „Kampflinie“ liess mir keine Chance, obwohl ich auf der Geraden etwas schneller war. Langsam begannen mich die „wertungsfreien“ Testkollegen zu nerven, aber was sollte ich machen, ich kam nicht vorbei.

Da Jens in diesem Jahr fast nur 5 Minuten Rennen gefahren war und wir uns der 6en Minute näherten, entschloss ich mich auf eine „Erschöpfung“ seinerseits zu setzten und einfach dran zu bleiben.

Diese Strategie ging auf und nach einem kleinen Ausflug unseres „Test Car Teams“ in die Botanik, pünktlich nach ca. 5 1/2 Minuten, konnte ich passieren.

Unsere Jungs aus der Testabteilung :-)

Aber wo war Herbert? Er hatte sich in der Zwischenzeit 1/3 Runde von mir abgesetzt und gab alles.

Unter normalen Umständen wäre er für mich uneinholbar gewesen, aber die in Ihrem letzten Lauf etwas melancholisch fahrende Elli, kam mir, im Rückspiegel erscheinend und zum Überholen ansetzend, gerade recht. Ich liess Sie überrunden und hatte dank CS Pro10 Haftmittel genug Griff um einige Runden an Ihr dran bleiben zu können, bevor Sie mir dann irgendwann im Infield „davonwedelte“. Ihrer Linie einige Zeit folgen zu können reichte jedoch aus um an Herbert wieder ranzukommen. In dieser Konstellation fuhren wir bis kurz vor Laufende. Während wir beide einen weiteren Teilnehmer überrundeten, kam es zwischen uns und diesem zu einer kurzfristigen „Klumpenbildung“, aus der Herbert nicht als Gewinner hervorging. Da es sich aber flott wieder berappelte und zu mir aufschliessen konnte, liess ich ihn wieder vorbei.

Da war er noch vorne :-))

....aber bei der Linienführung...................

In der vorletzten Runde fuhr Herbert allerdings ein wenig zu viel Kampflinie und fädelte mit seiner rechten Antriebsseite auf dem Grünstreifen der Geraden ein. Halb auf dem Grünstreifen und Halb auf dem Asphalt pflügte er dahin. Wie so etwas ohne ESP überhaupt gehen kann hat sich mir bis heute nicht erschlossen, aber er hat es irgendwie bewerkstelligt, verlor aber erheblich Speed und ich konnte vorbeigehen und fuhr auch diesen Lauf an dritter Stelle liegend zu Ende.

 

Unter anderem durch:

Tupperdose für Regeneinsatz :-)

Regelkunde zur Punktewertung :-))

Vorlauf  aussetzen zur Reifenschonung :-)))

und CS Pro 10 Haftmittel an der Hinterachse :-))))

 

….konnte der dritte Gesamtrang in GT+ eingefahren werden.

 

Hier noch ein Vergleich derLeistungssteigerung in den Rennen:

Singen im Juni

Singen im September